Hotline der Arbeitsgemeinschaft der Selbsthilfegruppen Dorsten

 

Hilfestellung zur Selbsthilfe

Hotline vermittelt Ansprechpartner für kranke Menschen

DORSTEN • Wer unter einer hartnäckigen Krankheit leidet, für den ist guter Rat teuer. Aber nicht immer: Durch einen Anruf bei der Selbsthilfe-Hotline erfahren Betroffene, wo sie mit Leidensgefährten Sorgen und Nöte austauschen können. „Nach der akuten Phase medizinischer Behandlung sind die Kranken mit ihrem Leiden oft allein, nicht einmal Verwandte und Bekannte können sich in ihre Lage hinein versetzen", erklärt Herr Karl­Heinz Krupka, stellvertretender Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Dorstener Selbsthilfegruppen.

„Es gibt viele Menschen, die sich mit Gesundheitsproblemen herumplagen müssen. Hier finden Kranke Verständnis und Trost, können Erfahrungen austauschen und viele praktische Tipps bekommen."

Aber wie findet man Kontakt zu Leidensgenossen? „Dazu haben wir vor acht Jahren unsere Selbsthilfe­Hotline eingerichtet".

Die “Selbsthilfe-Hotline“ ist zu erreichen:

 

Jeden Montag als Ratgeber an der Selbsthilfe-Hotline:

Ab 19 Uhr unter Tel. (02362) 98 54 64

Karl­-Heinz Krupka.

75 Gruppen

 

Bei Herrn Krupka können die Anrufer nicht nur ihr Herz ausschütten, sondern vor allem erfahren, ob sie mit ihrem Leiden im weiten Umkreis allein sind oder ob es in Dorsten und Umgebung bereits eine Selbsthilfegruppe gibt. Ist das der Fall, dann vermittelt Herr Krupka Ansprechpartner. Sonst wird der Fall notiert, und sobald mehrere Patienten mit dem gleichen Gesundheitsproblem registriert sind, kann eine neue Selbsthilfegruppe entstehen.

Als wir 2003 mit der Hotline begonnen haben gab es in Dorsten 37 Selbsthilfegruppen, heute sind es bereits 75, darauf ist Herr Krupka zu Recht ein wenig stolz auf den Erfolg seiner Arbeit. Ursprünglich meldeten sich bei ihm nur Ratsuchende aus Dorsten, mittlerweile gibt es Anrufe aus weitem Umkreis, sogar aus Holland. Allen versucht Herr Krupka weiterzuhelfen: „Allerdings dürfen wir keine  medizinische oder rechtliche Beratungen anbieten."

Das hat seinen Grund. Kommerzielle Interessen dürfen keine Rolle spielen. Unter dem Dach der Arbeitsgemeinschaft versammeln sich nur anerkannte ehrenamtliche Selbsthilfegruppen. Der Trägerverband achtet darauf, dass die Seriosität gewahrt wird. Umso mehr können Hilfesuchende darauf vertrauen, dass diese Gruppen für sie zu einer  zuverlässigen Stütze werden können.